Kastel

Nach dem Durchbruch der Saar durch die Ausläufer des Hunsrücks fällt die Hochfläche zwischen Mosel und Saar fadt 200 m zur Talaue ab. Tief einschneidende Nebentäler schufen den markanten, auf drei Seiten natürlich begrenzten Bergsporn von Kastel.
Der Zugang wird durch eine etwa 200 m lange Abschnittsbefestigung abgeriegelt. Sie ist heute noch mit einer Höhe von etwa 7 m in der Landschaft erkennbar. Dem Wall ist ein Graben vorgelagert.
Das im Jahr 1956 aufgenommene Wallprofil deutet auf eine Folge von Holz-Erde-Mauern ohne Innenfronten nach Art eines murus gallicus hin. Weitere Informationen sind bislang nicht verfügbar. Bislang konnte nur eine Toranlage erschlossen werden. Sie liegt im Bereich des Walldurchbruchs, der auch heute noch von der modernen Straße benutzt wird.
Neuere Grabungen erbrachten eine mehrphasige, dichte Holzbebauung, die in die Spätlatènezeit bzw. frührömische Zeit datiert. Die Konzentration vieler Schmiedeschlacken weist einen zentralen Bereich als Handwerkerviertel aus. Öffentliche oder religiöse Bereiche ließen sich bislang nicht nachweisen.
Kastel ist bekannt als römische Fundstelle (Münzen, Bronzen, Gebrauchsgegenstände, Keramik belegen die dichte Besiedlung in römischer Zeit). Münzen aus Gold und Silber und wenige Keramikscherben bilden derzeit die Materialbasis für die Latènezeit. In der Grabung 1997 kamen zahlreiche Scherben republikanischer Amphoren und Schmiedeschlacken zum Vorschein. Weiterhin liegen wenige ältere (hallstattzeitliche) Funde vor, die auch eine erste Begehung andeuten. Die Anlage der Befestigung erfolgte dem Fundgut nach um 100 v. Chr. (Lt D1). Obwohl die treverischen Oppida nach der Neuorganisation Galliens unter Augustus und der Gründung Triers (17 v. Chr.) ihre zentralörtliche Funktion weitgehend verloren haben, bewahrten sie doch wenigstens als Heiligtümer eine gewisse Funktion (s. Martberg). Diese Kontinuität trifft wohl auch auf Kastel zu, dessen Bedeutung jedoch im 1. Jh. n. Chr. verloren ging.
Im 13. Jh. wird von Mönchen der Trierer Benediktinerabtei St. Maximin eine Eremitage eingerichtet, der Turm der Dorfkirche von Kastel-Staadt stammt aus dem 12. Jh.


SITUATION ADMINISTRATIVE

Nom usuel : Kastel

Commune : Kastel-Staadt

Lieu-dit : Serrig, Castel, Kastel

Nom antique : ?

Département : Kreis Trier-Saarburg

Région : Rheinland-Pfalz

Pays : Allemagne

Civitas : Treverer

TOPOGRAPHIE ET REMPARTS

Superficie : 30 ha

Topographie :  Éperon barré

Nb de phases du rempart : ?

Nb de portes connues : 1

Nb de portes fouillées : 0

Architecture de rempart : 

1 - Variante de murus gallicus 

OCCUPATION INTERNE DE L'OPPIDUM

Zone d'habitat | Zone artisanale


ENVIRONNEMENT DE L'OPPIDUM

-


CHRONOLOGIE DU SITE

Chronologie relative :  LT D1, LT D2, Augustéen

Occupation du site : 
Hallstatt moyen-final (Ha D)-La Tène ancienne (LT A)
La Tène ancienne (LT B)-La Tène moyenne (LT C)
La Tène finale (LT D)
Haut-Empire
Moyen-âge
Époque moderne
Époque contemporaine


Chronologie absolue : -


BIBLIOGRAPHIE

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GESTION ET MISE EN VALEUR

L'oppidum de Kastel est partiellement accessible mais se situe majoritairement sur des propriétés privées. Il est classé comme Monument Archéologique depuis 1997.

Sur place, les vestiges des remparts et des fossés sont encore bien visibles. L'oppidum est fouillé depuis 1997 au cours d'opérations préventives lors de constructions sur les zones privées de son territoire.

L'oppidum est aménagé avec un sentier interprétatif ponctué de dix stations d'observation. Les panneaux, réalisés par les autorités locales et régionales sous la direction d'un archéologue, présentent des éclairages archéologiques, historiques et géographiques. Un guide a également été publié.

À 30km du site, le Rheinisches Landesmuseum Trier présente quelques vestiges romains et des objets de la période celtique devraient être ajoutés aux expositions à l'occasion de la rénovation du musée.
Quelques projets de reconstitutions ont été montés mais sont actuellement en attente.

Internet : http://www.landesmuseum-trier.de

(Camille Daval – ArchéoMédia, avril 2008)


PHOTOTHEQUE

Marco Schrickel